27. Mai 2014
Am Sonntag durften
wir in unserer „ruhigen“ Bucht, wenn auch nur als Zuschauer, am türkischen Sonntagsvergnügen teilhaben. Großfamilien vom Kleinkind bis zur Oma,
Gruppen von Jugendlichen, Liebespaare, alle sind zum Picknick gekommen, haben
ihre Decken ausgebreitet, Fische ausgenommen, Fleisch geschnitten, gegrillt, Tee gekocht, die Omas bedient und ihren
Spaß gehabt.
Abschließend
haben die meisten ihren Müll eingesammelt, auch den, den die Oma mit totaler
Selbstverständlichkeit hinter sich geworfen hatte.
Der Abend war
dann wieder ruhig und fast einsam.
Nur das
Hunderudel der Bucht hat sich noch an seine Wurzeln erinnert und sich die
letzten Neuigkeiten in Wolfsmanier zugeheult.
Gestern sind wir unter
Motor an der Küste der Bodrumhalbinsel
entlang gefahren und konnten die unermesslichen Feriensiedlungen an
diesem Küstenabschnitt, wir haben sie ja letztes Jahr schon aus Griechenland
als einen die Küste bedeckenden weißen Teppich wahrgenommen, aus der Nähe
besichtigen. Die Architektur und auch die Landschaftsgestaltung der
verschiedenen Teilbebauungen sind mehrheitlich gut gelungen. Auch die dazwischen liegenden, teilweise
riesigen, Villen mit ihren aufwändigen Gartenanlagen sind größtenteils
architektonisch ansprechend gestaltet. Erdrückend sind eigentlich nur das
Ausmaß der Bautätigkeiten und die sichtlich nicht vorhandene Raumordnung.
Am Ende dieser „Studienfahrt“
sind wir in dem netten Hafen von Gümüslük gelandet. Hier ankern wir im
Hafenbecken, sitzen in den, das Ufer säumenden Lokalen und genießen das Leben.
Heute hat uns das Dolmus nach Bodrum gebracht. Wir wissen nun, dass wir dort nicht in die Marina fahren werden. Dort liegen derzeit noch unzählige Gullets, die darauf warten im Sommer tausende von Touristen in die umliegenden Buchten zu führen. Die Stadt ist jetzt schon fest in der Hand von Besuchern aus aller Herren Länder. Also werden wir die Buchten lieber jetzt besuchen, solange die Gulletflotte noch nicht ausgelaufen ist.
In der Nähe des
Busbahnhofes konnten wir in einem kleinen Lokal, das von Busfahrern, Polizisten
und Arbeitern frequentiert war, ausgezeichnet türkisch essen und die Stimmung
einfangen.