Ponza ist
eine wunderschöne Insel mit ca. 3000 Einwohnern, mit einem
lebendigen Hauptort. Wir haben es genossen dort vor Anker zu liegen
und die Annehmlichkeiten die Geschäfte, Cafes, Wäscherei etc.
bieten, zu genießen. Der Friedhof, auf einem Felsen direkt an der
Hafeneinfahrt gelegen, vermag durch seine teilweise imposanten
Familienmausoleen, vor allem aber durch seine unvergleichliche
Aussicht zu beeindrucken.
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| die Hafenpromenade |
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| die Aussicht vom Friedhof |
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| beeindruckende Grabstätten |
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| Waschtag am Hausdach |
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| manchmal muss der Gast den Kellner machen |
Vor unserer
Abreise durften wir am Platz vor dem Gemeindeamt noch einer
ausgelassenen Hochzeitsfeier beiwohnen. Viele lustig geschmückte
oder gekleidete Hochzeitsgäste, bunte Luftballons, ein Feuerwerk und
zwei glückliche, frisch vermählte Männer.
Eigentlich
wollten wir die Zeit, die uns bis zur geplanten Überfahrt nach
Sardinien blieb noch für eine Inselrundfahrt nutzen. Das
Entlangsegeln an der vulkanisch geprägten Küste war auch wirklich
eindrucksvoll. Als nur wenige Seemeilen weiter westlich die schroffe
Felseninsel Palmarola auftauchte, war der Entschluss schnell gefasst
nicht um ganz Ponza zu segeln, sondern auch dieser Insel einen Besuch
abzustatten. Die Nacht in einer von schroffen Felsen umgebenen Bucht,
war nach längeren Ankermanövern mit Bug- und Heckanker trotz
einiger Dünung angenehm und ruhig. Schließlich wollten wir gut
schlafen, da für die nächsten Tage günstiger Wind für unsere
geplante 160 Seemeilen lange Überfahrt nach Sardinien angekündigt
war.
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| Bucht für die Nacht auf Palmarola |
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| Bei der Abfahrt winkt uns die aufgehende Sonne |
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| und begrüßt uns ein recht ordentlicher Wind |
Die
Wetterfrösche haben sich diesmal nicht geirrt und wir wurden von
einem gleichmäßigen Wind unter Windpilot von Ost nach West über
das Thyrrenische Meer geblasen. Nach 25 Stunden ist unser Anker im
Morgengrauen in den Sand einer Bucht bei Porto Rotondo und wir in die
Kojen gefallen.
Auch wenn
das Steuern nicht unsere Aufgabe war, weil das unser Windpilot
ausdauernd und geduldig übernahm, war es doch recht anstrengend in
dunkler Nacht immer wieder Ausschau nach am Horizont auftauchenden
Positionslichtern anderer, manchmal doch mindestens zehn bis zwanzig
mal größerer Schiffe als unsere Kiore Moana, zu halten. All zu nahe
möchte man denen ja doch nicht kommen und ob DIE uns sehen bleibt
immer die Frage.
Sardinien
hat uns mit einem Wetter begrüßt, das einem Herbsttag am Attersee
glich. Die Sonne hat sich hinter einer gleichmäßig grauen
Wolkendecke versteckt und die Sicht auf die Berge und das Land nur
zögerlich freigegeben. Nach einem ziemlich verschlafenen Tag, da hat
das Wetter ja auch wieder gepasst, sind wir langsam entlang der Küste
und zwischen dem vorgelagerten Maddalena Archipel nach Norden
gesegelt, haben die Straße von Bonifazio hinter uns gelassen und
liegen nun in einer Bucht nahe dem Capo Testa.
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| diesiges Wetter auf sardinien |
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| die Leuchttürme auf Capo Ferro |
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| bizarre Felsgebilde entlang der Küste |