25. Oktober 2016

Ponza ist eine wunderschöne Insel mit ca. 3000 Einwohnern, mit einem lebendigen Hauptort. Wir haben es genossen dort vor Anker zu liegen und die Annehmlichkeiten die Geschäfte, Cafes, Wäscherei etc. bieten, zu genießen. Der Friedhof, auf einem Felsen direkt an der Hafeneinfahrt gelegen, vermag durch seine teilweise imposanten Familienmausoleen, vor allem aber durch seine unvergleichliche Aussicht zu beeindrucken.
 
die Hafenpromenade

die Aussicht vom Friedhof
beeindruckende Grabstätten
Waschtag am Hausdach
manchmal muss der Gast den Kellner machen

Vor unserer Abreise durften wir am Platz vor dem Gemeindeamt noch einer ausgelassenen Hochzeitsfeier beiwohnen. Viele lustig geschmückte oder gekleidete Hochzeitsgäste, bunte Luftballons, ein Feuerwerk und zwei glückliche, frisch vermählte Männer.
Eigentlich wollten wir die Zeit, die uns bis zur geplanten Überfahrt nach Sardinien blieb noch für eine Inselrundfahrt nutzen. Das Entlangsegeln an der vulkanisch geprägten Küste war auch wirklich eindrucksvoll. Als nur wenige Seemeilen weiter westlich die schroffe Felseninsel Palmarola auftauchte, war der Entschluss schnell gefasst nicht um ganz Ponza zu segeln, sondern auch dieser Insel einen Besuch abzustatten. Die Nacht in einer von schroffen Felsen umgebenen Bucht, war nach längeren Ankermanövern mit Bug- und Heckanker trotz einiger Dünung angenehm und ruhig. Schließlich wollten wir gut schlafen, da für die nächsten Tage günstiger Wind für unsere geplante 160 Seemeilen lange Überfahrt nach Sardinien angekündigt war.
 




 
Bucht für die Nacht auf Palmarola
Bei der Abfahrt winkt uns die aufgehende Sonne
und begrüßt uns ein recht ordentlicher Wind

Die Wetterfrösche haben sich diesmal nicht geirrt und wir wurden von einem gleichmäßigen Wind unter Windpilot von Ost nach West über das Thyrrenische Meer geblasen. Nach 25 Stunden ist unser Anker im Morgengrauen in den Sand einer Bucht bei Porto Rotondo und wir in die Kojen gefallen.
Auch wenn das Steuern nicht unsere Aufgabe war, weil das unser Windpilot ausdauernd und geduldig übernahm, war es doch recht anstrengend in dunkler Nacht immer wieder Ausschau nach am Horizont auftauchenden Positionslichtern anderer, manchmal doch mindestens zehn bis zwanzig mal größerer Schiffe als unsere Kiore Moana, zu halten. All zu nahe möchte man denen ja doch nicht kommen und ob DIE uns sehen bleibt immer die Frage.
Sardinien hat uns mit einem Wetter begrüßt, das einem Herbsttag am Attersee glich. Die Sonne hat sich hinter einer gleichmäßig grauen Wolkendecke versteckt und die Sicht auf die Berge und das Land nur zögerlich freigegeben. Nach einem ziemlich verschlafenen Tag, da hat das Wetter ja auch wieder gepasst, sind wir langsam entlang der Küste und zwischen dem vorgelagerten Maddalena Archipel nach Norden gesegelt, haben die Straße von Bonifazio hinter uns gelassen und liegen nun in einer Bucht nahe dem Capo Testa.

diesiges Wetter auf sardinien
die Leuchttürme auf Capo Ferro
bizarre Felsgebilde entlang der Küste

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