31. Oktober 2014

Milos, eine unserer Lieblingsinseln in der Ägäis, hat uns mit ihren Reizen (und dem Regen)  noch einige Tage in ihren Bann gezogen.

Agios Ioannis auf Milos
Pforte in die Unendlichkeit 


 
Gestern hat allerdings der Himmel aufgeklart und die Fahrt mit dem Auto, kreuz und quer über die Insel, hat uns wieder neue Eindrücke von der Gewaltigkeit und unermesslichen Schönheit der, durch die vulkanischen Aktivitäten hier entstandenen, Naturerscheinungen genießen lassen. Auch wenn vieles erst durch die Bergbauaktivitäten sichtbar geworden ist. Angefangen vom Obsidian über Silber, Schwefel, Perlit und heute hauptsächlich Bentonit wurden hier seit tausenden von Jahren wertvolle Mineralien gefunden und abgebaut. Die Abwanderung der jungen Bevölkerung, wie von den meisten anderen Inseln in der Ägäis, ist daher auf Grund der vorhandenen Arbeitsplätze außerhalb des Tourismussektors, kaum erfolgt. Milos ist daher auch außerhalb der Urlaubssaison eine lebendige und attraktive Insel.
 
Bentonit Verladestation




Ilse muss sich entscheiden, welcher Stein mitgenommen wird
 
Heute hat unser Tag bereits um 2 Uhr in der Nacht mit dem Ablegen vom Hafen von Adamas begonnen. Der Himmel, nur leicht bewölkt, hat den Blick auf ein unendliches Sternenmeer  über uns freigegeben. Es ist schon ein besonderes Erlebnis in finsterer mondloser Nacht im Cockpit der, unter Windsteueranlage, mit 7 Knoten gegen Westen strebenden KIore Moana zu sitzen und das Wasser unter dem Rumpf durchrauschen zu hören. Wenn dann noch ein riesiger Komet, genau über unserer Mastspitze am Firmament verglüht oder langsam die Sonne den Himmel im Osten rosa färbt, entsteht trotz einer gewissen Müdigkeit, ein tolles Hochgefühl.
Die herrschende Windrichtung und ein Gewitter über dem angestrebten Kap Maleas hat uns wieder einmal zu einer kurzfristigen Planänderung veranlasst. Bereits zu Mittag fällt unser Anker, allerdings wieder bei heftigem Regen, in der Bucht von Monemvasia. Die  72 Meilen lange Überfahrt hat mit ca.10 Stunden, auf Grund der guten Windverhältnisse, wesentlich kürzer als erwartet gedauert und uns einen entspannten Nachmittag unter dem, uns vor dem  prasselnden Regen schützenden, Deck der Kiore Moana gebracht.

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