Naturpark Delta de l'Ebre🌍

Angekommen in dieser riesigen Bucht des Naturparks Delta de l‘Ebre ankerten wir ganz am Ende, wo sich angeblich die Flamingos aufhalten sollten. Die Suche nach den Tieren nahmen wir uns für den nächsten Morgen vor. 


Unsere erste Nacht dort war extrem aufregend. Es sind riesige Gewitterzellen um uns herum gezogen, wir hatten jedoch Glück, weil wir nur die starken Gewitterwinde abbekamen. Eine heftige Böe löste jedoch gegen 22 Uhr unseren Anker und wir trieben langsam in Richtung Mitte der riesigen und sehr gut geschützten Bucht. Irgendwann, natürlich unter unserer Beobachtung, fand der Anker wieder Halt in dem sandigen aber mit Seegras bedecktem Grund. Clemens blieb dann die ganze Nacht „wach“ um die Lage unter Kontrolle zu haben. 


Unser Morgen, mit wunderschönem Sonnenaufgang war dafür sehr ruhig. Während Felix und Clemens schliefen, durften Paul und ich unzählige Libellen, Vögel, uuuuuund tatataaa, auch fliegende Flamingos beobachten. 

Gleich nach dem Frühstück sind wir mit dem Dinghy Flamingos beobachten gegangen. Es waren viele Tiere da und wir konnten mit unserem leisen Elektromotor ganz nah hin. Es war sehr toll! 





Nach unserer Flamingosafari motorten wir zur Einfahrt der Bucht, wo wir mit mehreren Booten ankerten.
Am Nachmittag war viel Wind und Clemens ging Wingsurfen. 





Felix und Paul bauen Boote mit gesammelten Dingen- von klein bis groß




Am 4.8. erkundeten wir noch die wunderschönen Naturstrände, sammelten unzählige Muscheln und stapelten Mist. 






Mittags, als Wind kam, ging es unter Gennaker auf die andere Seite des Deltas, ebenfalls in eine sehr geschützte Bucht. 




Wir konnten endlich gut segeln, da der Wind aus einer günstigen Richtung kam. Wichtig für unsere Kinder: unser Geschwindigkeitsrekord wurde gebrochen, Kiore Moana raste mit 8.8 Knoten die Wellen hinunter!

Auch in dieser Bucht flogen hunderte Vögel hin und her und zwitscherten. 
Der Ankerplatz mit Sicht auf einen Leuchtturm auf der einen Seite war ebenfalls idyllisch- nur die Meeresfrüchtezucht auf der anderen Seite war weniger schön!  


                                                               

Am 5.8. motorten wir dann nur auf die andere Seite der Landzunge damit wir den Naturstrand besser erkunden können. Die Menge an Muscheln faszinierte uns. 

                                                                    




Uns hat dieser Naturpark mit seinen vielen Tieren und der nahezu unberührten Natur sehr gut gefallen! Die Zeit schien still zu stehen.



Am nächsten Tag verließen wir dann das Delta und wir fuhren nach la Pineda für 2 Nächte, einem ganz netten touristischen Strand, der dank seines Wellenbrechers ein wenig gegen die Welle in der Nacht geschützt ist. Dort konnten wir wieder frisches Obst und Gemüse kaufen und wir legten einen Strandtag ein. 






Von dort aus sieht man auf den Industriehafen Tarragonas, in den riesige Schiffe einfahren- Kiore Moana schaut wie ein Spielzeugschiff daneben aus. 



Am 8.8. ging es dann wieder weiter Richtung Barcelona, wo wir an netten Stellen vorbei segelten. 





Wir landeten letztendlich für 2 Tage neben dem Hafen Roda de Bera. In diesem Bereich der Küste haben sie überall gelbe Bojen entlang des Landes gelegt. Somit kann man in keine noch so kleine Bucht fahren. Das bedeutet, dass wir völlig ungeschützt gegen Wind und Welle ankern müssen. Da die Welle meistens gleich bleibt, der Wind aber in der Nacht dreht, setzen wir meistens einen Heckanker. So bleiben wir gegen die Welle stehen, egal wohin der Wind dreht. Wenn wir das nicht machen würden, würde das Boot sonst quer zur Welle drehen und wir würden stark zu „rollen“ beginnen ( seitlich schwanken), was sehr unangenehm ist.

Wir empfinden die Markierungen an der Küste als unfair allen ankernden Booten gegenüber und fühlen uns so ein bisschen gezwungen in einen Hafen zu segeln wenn viel Wind wäre. Zum Glück haben wir gute Bedingungen und wenig bis kaum Wind in der Nacht. Warum genau diese Reihe an gelben Bojen gelegt wurde, haben wir noch nicht heraus gefunden, unsere Vermutung ist jedoch, dass sie die kleinen Motorboote und Jetskis so weiter von den Stränden fernhalten wollen. 

Der Ort hier hat einen entzückenden und sehr gepflegten, sauberen Ortskern. Ein besonderes Merkmal sind seine in die Umgebung angepassten Mistkübel. 










Morgen geht es weiter Richtung Barcelona, vermutlich unsere letzte Station hier an der Küste. Da gerade America's Cup in Barcelona ist (älteste noch heute ausgetragene Segelregatta), werden wir uns einen Hafen außerhalb suchen- sonst müssten wir 250€ aufwärts pro Nacht zahlen. Wir sind gespannt welcher Hafen es wird und ob wir bald die schnellen Boote des America's Cup in Barcelona sehen dürfen. 









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