Marokko- El Jadida und Essaouira🌍

Nachdem der Wind und Wetterbericht nĂ€chste Woche fĂŒr uns eher ungĂŒnstig angesagt war, beschlossen wir noch am Sonntag weiterzusegeln und Rabat zu verlassen. Also machten wir uns, nachdem wir wieder ausklarierten, auf den Weg Richtung El Jadida. Die Nacht war hell erleuchtet, vom Mond und nach vielen Stunden unter Motor kam sogar auch noch etwas Wind zum segeln. Deutlich schneller als gedacht, erreichten wir Montagvormittag mit einem tollen Sonnenaufgang unsere neue Bleibe. In der Nacht sind immer sehr viele Fischer, teils schlecht oder gar nicht beleuchtet, unterwegs. Um in kein Fischernetz zu segeln, ist es sinnvoll etwas Abstand zum Land zu haben. 




El Jadida ist kein Yachthafen, sondern ein Fischerhafen, was nicht zu ĂŒberhören ist. Die Fischerboote, die gefĂŒhlt ĂŒbereinander liegen, kommen vormittags zurĂŒck in den Hafen und dann geht es los. Die Leute strömen in den Hafen um den besten Preis lautstark zu verhandeln. Was fĂŒr uns nach einem StreitgesprĂ€ch nach dem anderen ausschaut, ist hier Gang und Gebe. Auch die Nacht wird zum Tag gemacht, und wenn die Fischerboote in den Hafen einfahren, kommen auch die Menschen wieder- es klingt nachts gleich wie am Tag. 
Wir ankerten direkt vor der Zirtatelle, da es keine LiegeplĂ€tze am Steg gibt und von dort aus können wir das bunte Treiben perfekt beobachten und genießen. 


                                                               






NatĂŒrlich erforschten wir auch die Altstadt von El Jadida mit ihrer Befestigungsanlage. 




Hier in El Jadida lernten wir das marokkanische Leben abseits des Tourismus kennen. Außerdem genossen wir den Nachmittag am Strand, der unendlich tief bei Ebbe erscheint. Felix und Paul spielten mit den Kindern von hier. 





Am Mittwoch verließen wir diesen Fischerhafen und machten uns auf den Weg zum nĂ€chsten. Essaouira sollten wir nach gut 24 Stunden segeln erreichen und so war es dann auch. Die Fahrt war zwar weniger windreich als erwartet, aber dafĂŒr sahen wir dreimal Delfine und der Plankton leuchtete wunderschön als Kiore Moana die Wellen hinunterritt. 
Schließlich fuhren wir in die beeindruckende Kulisse des Fischerhafens, mit Willkommensrufen und großem Gewinke wurden wir fast wie Stars sehr herzlich empfangen. SpĂ€ter erhielten wir sogar Fotos von einer Zuschauerin von unserer Einfahrt. 


                                                      

                                                       


Wir machten uns am Rettungsboot fest, LiegeplĂ€tze im herkömmlichen Sinne gibt es hier nicht. Ein paar Stunden spĂ€ter kam sogar noch ein weiteres Segelboot und hĂ€ngte sich an uns an und am nĂ€chsten Tag dann auch noch ein Katamaran. Auch in diesem Hafen ist stĂ€ndig ein wilder Trubel und wir kommen aus dem Beobachten gar nicht mehr heraus. Außerdem leben hunderte Möwen hier, die stĂ€ndig versuchen ein paar Fischreste zu ergattern. Die Entleerung findet dann im ganzen Hafen statt, auch ĂŒber unserem Boot. Etwas draußen liegen zu lassen empfiehlt sich hier nicht. 










Felix und Paul kaufen Fische im Hafen fĂŒr die Katzen hier. 




Essaouira selbst ist eine wunderschöne Stadt aber sehr touristisch und europĂ€isch- wir erleben hier 2 ganz verschiedene Welten- den wilden, dreckigen, sehr authentischen Hafen und die ruhigere, schöne, saubere Stadt. 

Wir finden auch in der Medina noch ein paar ursprĂŒnglichere Ecken und genießen die vielen kleinen, schmalen, bunten Gasserl zum Durchschlendern. 













Wir genossen auch viele Stunden am Strand und gingen es sehr ruhig an. Wir haben es wieder sehr heiß.







Außerdem brauchten wir viel Zeit fĂŒr die Behörden, da wir leider einen Zwischenfall mit einem Fischerboot erlebten. 
Ein großes Fischerboot hatte ein Gebrechen und fuhr genau in das Boot neben uns hinein. Dieses krachte gegen uns und auch unser Boot kollidierte somit mit dem Rettungsboot und erlitt, bei den enormen KrĂ€ften die dabei entstanden sind, ein paar SchĂ€den. Bis dann Clemens alle beteiligten Behörden abklapperte, vergingen viele, viele Stunden. Trotzdem sind wir froh, dass keine Person verletzt wurde und das Boot soweit segeltauglich ist, um auf die Kanarischen Inseln zu kommen und dann erst dort in einer Werft die SchĂ€den beheben zu lassen. 

Nach ein paar Tagen in dem schönen Essaouira, verließen wir, gegen 5 Uhr in der FrĂŒh, diesen Ort um weiter nach Agadir zu segeln. Wir mussten aber noch warten bis alle Fischerboote wieder hinaus fuhren, da der Hafen wegen Starkwind geschlossen war und ALLE Fischer drinnen standen. Eine Durchfahrt war so unmöglich.




Die Tagesfahrt nach Agadir verlief gemĂŒtlich. Wir erfuhren jedoch wĂ€hrend der Fahrt, dass wir nur bis 19 Uhr in den Hafen einlaufen dĂŒrfen, weil anschließend die Gendarmerie, der Zoll und die Polizei nicht mehr arbeiten wĂŒrden. So holten wir mit vollem Einsatz 3 Stunden lang alles aus Kiore Moana heraus. Clemens und ich hatten Spaß gegen die Zeit zu segeln. 



Als wir dann um 19:10 im Hafen waren, schickten sie uns vor die Einfahrt um dort zu ankern, da es zu spĂ€t sei. Wir sahen es positiv, da wir uns einen Tag die HafengebĂŒhren einsparten- man muss ja flexibel bleiben. Am nĂ€chsten Tag in der FrĂŒh durften wir dann in den Hafen. Unser Blick auf den Berg mit dem arabischen Schriftzug "Gott, Vaterland und König" ist schön. 



Von hier aus wollen wir auch mit dem Auto ein paar Tage nach Marrakesch und in die WĂŒste fahren. Unsere Vorfreude ist schon sehr groß!







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