Vorgestern
sind wir, endlich mit einem ordentlichen italienischen Auto, nämlich
einem Fiat 500, ins Hinterland von Crotone gefahren. Durch endlose
Eichen-, Kastanien- und Kiefernmischwälder zum Lago di Ampollino,
einem mit Wald umgebenen Stausee inmitten des Sila Piccola
Nationalparks.
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| Wald und grüne Wiesen |
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| Lago di Ampollino |
Jetzt außerhalb der Saison ein sehr ruhiger und
beschaulicher See in einer wunderschönen Waldlandschaft. Im
Hochsommer vermutlich ein pulsierendes Fremdenverkehrszentrum mit
allen erdenklichen Angeboten, bis zur Gokart-bahn. Unsere
Angewohnheit immer auf kleinen Nebenstraßen unterwegs zu sein, hat
uns eine ausführliche Irrfahrt auch auf holprigen Waldstraßen,
durch den Nationalpark beschert. Es war anstrengend, aber der
Eindruck von den endlos weiten, von Wäldern bedeckten
Berglandschaften, die wir im Südlichsten Zipfel von Italien so nicht
erwartet haben, hat dafür entschädigt.
Die, wie
fast alle Städte hier auf einem Berg errichtete, in diesem Fall in
Nachbarschaft zu einem riesigen Kastell gelegene Stadt Santa Severina
hat uns nach kurvenreicher Auffahrt mit einer bildschönen Piazza
empfangen und zum Kaffeetrinken eingeladen. Die anschließende
Beschäftigung mit der Geschichte des Schlosses bzw. der früheren
Burg, erläutert durch einen hervorragenden Audioguide, hat auch
unseren historischen Wissensdurst befriedigt.
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| Die glänzende mit Majolika gedeckte Kirchenkuppel |
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| Die Piazza von Santa Severina |
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| von der Burg aus gesehen |
Gestern
hatten wir eine, wenn auch wieder sehr früh beginnende, angenehme
Weiterreise, großteils vor dem schwachen Wind, unter 125 m²
Blister. Die etwas vertrackte Einfahrt in die Marina Porto delle
Grazie, die hinter einer großen nur wenig überspülten Sandbank
liegt, war durch das ruhige Wetter und die Unterstützung des äußerst
hilfsbereiten Marineros unproblematisch.
Heute sind
wir jedenfalls sehr froh, mit der Kiore Moana hier im ruhigen Hafen
zu liegen und die heftigen Gewitter und die Brecher vor der
Hafeneinfahrt, von unserer gemütlichen Kajüte aus zu beobachten.
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Hier wären wir gestern
wohl nicht so leicht herein gekommen |
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| aber im Hafen ist es total ruhig |