10. Oktober 2015


Vorgestern sind wir, endlich mit einem ordentlichen italienischen Auto, nämlich einem Fiat 500, ins Hinterland von Crotone gefahren. Durch endlose Eichen-, Kastanien- und Kiefernmischwälder zum Lago di Ampollino, einem mit Wald umgebenen Stausee inmitten des Sila Piccola Nationalparks.

 
Wald und grüne Wiesen
Lago di Ampollino
Jetzt außerhalb der Saison ein sehr ruhiger und beschaulicher See in einer wunderschönen Waldlandschaft. Im Hochsommer vermutlich ein pulsierendes Fremdenverkehrszentrum mit allen erdenklichen Angeboten, bis zur Gokart-bahn. Unsere Angewohnheit immer auf kleinen Nebenstraßen unterwegs zu sein, hat uns eine ausführliche Irrfahrt auch auf holprigen Waldstraßen, durch den Nationalpark beschert. Es war anstrengend, aber der Eindruck von den endlos weiten, von Wäldern bedeckten Berglandschaften, die wir im Südlichsten Zipfel von Italien so nicht erwartet haben, hat dafür entschädigt.
 

Die, wie fast alle Städte hier auf einem Berg errichtete, in diesem Fall in Nachbarschaft zu einem riesigen Kastell gelegene Stadt Santa Severina hat uns nach kurvenreicher Auffahrt mit einer bildschönen Piazza empfangen und zum Kaffeetrinken eingeladen. Die anschließende Beschäftigung mit der Geschichte des Schlosses bzw. der früheren Burg, erläutert durch einen hervorragenden Audioguide, hat auch unseren historischen Wissensdurst befriedigt. 
 
Die glänzende mit Majolika gedeckte Kirchenkuppel
Die Piazza von Santa Severina
von der Burg aus gesehen
Gestern hatten wir eine, wenn auch wieder sehr früh beginnende, angenehme Weiterreise, großteils vor dem schwachen Wind, unter 125 m² Blister. Die etwas vertrackte Einfahrt in die Marina Porto delle Grazie, die hinter einer großen nur wenig überspülten Sandbank liegt, war durch das ruhige Wetter und die Unterstützung des äußerst hilfsbereiten Marineros unproblematisch.
Heute sind wir jedenfalls sehr froh, mit der Kiore Moana hier im ruhigen Hafen zu liegen und die heftigen Gewitter und die Brecher vor der Hafeneinfahrt, von unserer gemütlichen Kajüte aus zu beobachten.

Hier wären wir gestern
wohl nicht so leicht herein gekommen
aber im Hafen ist es total ruhig
 

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