11. Juni 2015
Seit drei Tagen sind wir jetzt bereits
zu viert auf der Kiore Moana unterwegs. Nini und Sophie sind
pünktlich in Zakynthos gelandet. Noch ein kleiner Stadtbesuch und
dann hat uns nichts mehr im, allerdings sehr angenehmen, Stadthafen
gehalten. Auch wenn Aeolus kein Erbarmen mit uns hatte und uns zuerst
gar keinen Wind und anschließend ganz wenig genau aus der
Richtung in die wir wollten schickte, sind wir doch unter Motor bis in die
„Schildkrötenbucht“ im Süden von Zakynthos gekommen.
Wer einem
hier in diesem „Naturschutzgebiet“ wirklich leid tun kann, sind
die Schildkröten, die versuchen müssen zwischen den unzähligen
Touristenbooten den Strand unbeschadet zu erreichen um ihre Eier im
Sand zu vergraben und dann zu hoffen, dass die massenhaften Badegäste
ihre Sonnenschirme und Liegen nicht gerade in ihr Gelege stellen. Die
Chancen stehen jedenfalls nicht sehr gut für die Tiere. Dafür
werden aber ihre Abbilder in Plüsch, Gips, Plastik oder was auch
immer zu tausenden auf der Insel verkauft.
| Leichtmatrosin Sophie |
| Ob sich die Mama wohl wirklich auskennt |
| Drei Generationen Purer nehmen ein Bad |
| Porto Vromi, letzte Rast vor der Überfahrt nach Kefalonia |
Nach einer Nacht in einer malerischen
Bucht, einem engen Einschnitt im von abweisenden Felsabbrüchen
gekennzeichneten Nordwesten der Insel, konnten wir gestern auf der
Strecke von Zakynthos nach Poros auf Kefalonia endlich richtig
segeln. Sophie hats allerdings überhaupt nicht nett gefunden, das
ihre neu erlernte Fähigkeit auch auf leicht schaukelnden Schiffen
fast sicher zu gehen, plötzlich wieder nicht gegolten hat. Kaum
waren einige Schritte getan, hat das blöde Schiff schon wieder
gebockt und die Leichtmatrosin ist am Windelhintern gelandet.
Der kleine Hafen von Poros hat dann
endlich für die erträumte Ruhe gesorgt und die Welt ist wieder
deutlich mehr ins Gleichgewicht gekommen.